Malspiel für Groß und Klein

Die Malkunst gehört den Künstlern.

Das Malspiel der ganzen Welt. (Arno Stern)


Menschen malen gerne. - Und dafür brauchen sie einen geeigneten Ort.

 

 

Eine Pinselspur auf dem Papier, eine Äußerung ohne Absicht,

die nur dem eigenen Bedürfnis folgt, bringt den Menschen zu sich selbst zurück.“    (Arno Stern)    

 

Das Malspiel ist ein absichtsloses, hingebungsvolles, freies Malen, das sich in einem steten, ruhigen und achtsamen Hin und Her zwischen dem eigenen Blatt und den Farben des Palettentisches entfaltet.

Hier geht es darum, was wir beim Malen erleben. Entdecken, Freude und Spielen stehen dabei im Vordergrund. Das ist es, was zählt, und nicht das Ergebnis. Und so ist das Malspiel ein malendes Spielen, ohne Leistungsdruck, Erwartung, Lob oder Kritik.

 

Entwickelt wurde es von Arno Stern in den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges, als er Pariser Waisenkinder mit Malstunden betreute. Er stellte fest, dass das Malen dann besonders beglückend ist, wenn die Tätigkeit und nicht das Ergebnis im Mittelpunkt steht. Ein Grundsatz des Malspiels besteht darin, dass nicht über das eigene Bild oder die Bilder der anderen gesprochen wird. Es wird nicht gewertet und nicht kommentiert.

 

Arno Stern entwickelte für das Malspiel einen ganz besonderen Ort, den Closlieu – den Malort, in dem sich Kinder und Erwachsene ganz dem Malen hingeben können.

 

Und dieser Ort hat besondere Kennzeichen:

Es ist ein störungsfreier Raum mit gleichbleibender Atmosphäre, in dem immer alles am selben Platz ist. Ein Palettentisch steht in der Mitte des Raumes mit 24 Gouachefarben und hochwertigen Pinseln. Dieser Palettentisch ist das wichtigste „Instrument“, um den herum sich der gemeinsame Raum, der Raum des sozialen Zusammentreffens, entwickelt.

Gemalt wird im Stehen auf großformatigem Papier.

Begleitet wird das Malspiel von einer/m MalspielleiterIn in „dienender Rolle“, der/die für alles sorgt, was es für dieses Spiel braucht.

 

Das Malspiel richtet sich an Kinder und genauso an Erwachsene.

Kinder können dabei ihre eigene „Spur“ entdecken und lernen, sich selbst zu vertrauen – und Erwachsene können hier achtsam und spielerisch ihre eigene Spur (wieder)entdecken und dem Gefühl von innerer Unabhängigkeit Raum geben.

 

Die eigentlich angeborene Fähigkeit, sich unbefangen zu äußern, zu träumen, zu spielen und zu vertiefen, ohne Gedanken an Erwartungen anderer, geht oft verloren im Laufe des Lebens. Im Malspiel kann das neu erlebt und geübt werden. Die Entdeckung der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten und die ganz eigene Atmosphäre von Zugewandtheit und Wertungsfreiheit wirken sich auch auf andere Lebensbereiche bereichernd aus, besonders dann, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg erlebt werden.

 

"Im Malort entwickelt sich die Persönlichkeit, dehnt sich zu einer ungeahnten Dimension aus und wird befreit von allem, was ihr nicht eigen ist: von den Einflüssen, von den Anpassungen, die sie einschränken. In diesem außergewöhnlichen Momenten erlebt die Person nur sich selbst."

 

(Arno Stern)

 
 


Weitere Informationen zum Malspiel finden Sie hier: